NÄNZI, Läydi Marmelaid, 2003
NÄNZI, Läydi Marmelaid, 2003

Liebe Freunde von NÄNZI, liebe Freunde der Kunst,

 

zum fünften Todestag von NÄNZI haben wir Arbeiten zusammengestellt, die wir noch nie gezeigt haben.

Unter dem Titel Die Königin von Berlin präsentiert die neue Ausstellung großformatige Gemälde aus der Punk-Zeit (1983), eine verblüffende Diaprojektion, sowie eine kleine Auswahl von zauberhaften Arbeiten auf Papier. 

 

Sie und Ihre Freunde sind am Samstag, dem 17. November, zwischen 16 und 21 Uhr, herzlich eingeladen!

 

NÄNZI’s SHOWROOM

Fennstr. 9-11

12439 Berlin Schöneweide

(U. A. w. g.)

 

Wie gewohnt, wird es eine Kleinigkeit zu essen und zu trinken geben.

Die Ausstellung ist wegen Umbau im Gebäude nur am 17. November zu sehen! 

Einige Arbeiten in der Ausstellung stehen mit der Königin Nofretete in Verbindung.

NÄNZI war von der sagenumwobenen Nofretete fasziniert: weltberühmt durch die über 3000 Jahre alte Gipsbüste in Berlin und dennoch rätselhaft... Nofretete soll zusammen mit ihrem Ehemann, dem Pharao Echnaton, regiert haben und nach dessen Tod alleine als Pharaonin ihr Volk geführt haben. Es ist jedoch bis heute wenig über ihr Leben bekannt. Die Büste der Nofretete zeigt die Königin als eine stolze, selbstbewusste und schöne Frau – sie ist unberührbar und gleichzeitig zutiefst menschlich. Und doch, die linke Augenhöhle ist leer, ein Makel, der zu großer Schönheit nicht passt...

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Helen Adkins & Dietmar H. Heddram

 

Es sei allen herzlich gedankt, die die Pflege des Nachlasses durch Spenden, Ankäufe, Großzügigkeit sowie tatkräftige Unterstützung ermöglichen. 

Dr. Helen Adkins • Tel. 030 2161585

museumsakademie@t-online.de • www.helenadkins.de

Dietmar H. Heddram • Tel. 0152/58151487 • heddram@web.de

 

Fennstraße 9 - 11 · 12439 Berlin Schöneweide · 1. Eingang links im Hof / 1. Etage · (S-Bahnhof Schöneweide)

 

Es ist eine umfangreiche Publikation zu Nänzis Werk geplant.

Das Buch soll eine lebendige Mischung aus einer Collage des Gesamtwerkes und einem klassischen Referenzbuch für das Skulpturenwerk werden.

Nänzi hat Skulpturen von groß bis klein in Ton, Gips, Keramik, Acrystal, Beton und Bronze, Collagen, Künstlerbücher, Fotos, Zeichnungen, Übermalungen und Drucke hinterlassen. Das plastische Werk, vor allem die Gipse, stehen im Zentrum der Produktion.

Ihr Thema ist der Mensch, in erster Linie die Frau, und wie diese in ihrer Physiognomie einen seelischen Zustand darstellt. Viele ihrer weiblichen Figuren scheinen verstörend existentiell bedroht zu sein, andere strotzen vor erotischer Weiblichkeit. Der starke „Ich-Bezug“, die Neigung, sich selbst performativ als Skulptur zu inszenieren oder sich selbst als Modell zu nehmen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Nänzi hat ihre Figuren bemalt, gekleidet, frisiert und geschminkt. Auch bei gleichen Güssen ist jede Figur ein Unikat. 

In Ausdruck und Haltung sind die Figuren häufig vom Abbild Menschenfiguren geprägt, die der Künstlerin in frühen Jahren begegnet sind: christliche Andachtsfiguren, Bauernschnitzereien, Spielpuppen und Marionetten, aber auch altgriechische Plastiken und die Arbeit von Auguste Rodin.