NÄNZI
NÄNZI – Macht Stiere wild, 1996

Puppenspuren Vernissage, Freitag, den 29. Juli, ab 19 Uhr

 

Liebe Freunde von NÄNZI, liebe Kunstfreude,

wir freuen uns, dass Arbeiten von NÄNZI wieder in der Galerie Amalienpark in Pankow zu sehen sind und hoffen, dass wir uns aus diesem Anlass auch wiedersehen werden!

 

Die Gruppenausstellung Puppenspuren wurde von Dr. Simone Tippach-Schneider kuratiert.

Mit Arbeiten von: Thomas Bartel, Klaus Böttger, Carola Czempik, Martin Enderlein, Hubertus Giebe, Viktoria Graf, Matthias Heidenreich, Walter Libuda; Thomas K. Müller, NÄNZI, Christine Perthen, Annette Peukert-Krisper, Susanne Ring, Claudia Rößger, Hans Scheib, Reiner Schwarz, Peter Sorge, Christian Ulrich, Klaus Weidensdorfer, Baldwin Zettl

Die Ausstellung spürt dem Phänomen „Puppe“ als dingliches, menschenähnliches Artefakt, als Narrativ, Denkfigur, als Metapher oder Medium in der Gegenwartskunst nach.

Von NÄNZI sind drei Skulpturen ausgestellt:

Heroine of the Scene, 1984

Macht Stiere wild, 1996

Du böse (Die Beschneiderin), 2009

 

Ausstellung 30.7. bis 3.9.2022

Galerie Amalienpark | Raum für Kunst 13187 Berlin, Breite Str. 23

Telefon: 030-33 02 80 95, Mail: info@amalienpark.de

Geöffnet: Dienstag – Freitag 14 – 19 Uhr und Samstag 12 – 17 Uhr.

ÖVB: U- und S-Bahnhof Pankow sowie Bus 255, 50, M27 Tram M1.

Parken ist im Rathaus-Center Pankow möglich. Der Eingang ist

ebenerdig und für Rollstuhlfahrer selbstständig zugänglich.

www.amalienpark.de

Ausdrücklich bedanken möchten wir uns ebenfalls bei der wachsenden NÄNZI-Fangemeinde, die die Pflege des Nachlasses durch Spenden und Ankäufe ermöglicht. Last but not least, hat der Rückzug in einen Lagerraum – dank der nachhaltigen Unterstützung des Hauseigentümers aber leider nicht mehr für die Öffentlichkeit geeignet – das Weiterführen unserer Arbeit trotz Corona ermöglicht.

Und wo bleibt das ultimative BUCH? Wie Ovid schon sagte: „Was lange währt, wird endlich gut.“ Wir bitten um Geduld und Zuversicht – Tugenden, die heut zu Tag doch recht strapaziert werden. Es ist ganz aktuell ein heller Lichtstrahl am Ende des Tunnels zu sehen – wir brauchen dazu noch die Möglichkeit einer begleitenden Ausstellung... und arbeiten daran!

Mit besten Grüßen,

Helen Adkins & Dietmar H. Heddram

 

Es sei allen gedankt, die die Pflege des Nachlasses durch Spenden, Ankäufe, Großzügigkeit sowie tatkräftige Unterstützung ermöglichen. 

Achtung, neue Kontoverbindung:

Sonderkonto: Dr. Helen Adkins / Verwendungszweck: NÄNZI Nachlasspflege

IBAN: DE76 1203 0000 1072 3181 48

 

Dr. Helen Adkins • Tel. 030 2161585

museumsakademie@t-online.de • www.helenadkins.de

Dietmar H. Heddram • Tel. 0152/58151487 • heddram@web.de

 

 

Es ist eine umfangreiche Publikation zu Nänzis Werk geplant.

Das Buch soll eine lebendige Mischung aus einer Collage des Gesamtwerkes und einem klassischen Referenzbuch für das Skulpturenwerk werden.

Nänzi hat Skulpturen von groß bis klein in Ton, Gips, Keramik, Acrystal, Beton und Bronze, Collagen, Künstlerbücher, Fotos, Zeichnungen, Übermalungen und Drucke hinterlassen. Das plastische Werk, vor allem die Gipse, stehen im Zentrum der Produktion.

Ihr Thema ist der Mensch, in erster Linie die Frau, und wie diese in ihrer Physiognomie einen seelischen Zustand darstellt. Viele ihrer weiblichen Figuren scheinen verstörend existentiell bedroht zu sein, andere strotzen vor erotischer Weiblichkeit. Der starke „Ich-Bezug“, die Neigung, sich selbst performativ als Skulptur zu inszenieren oder sich selbst als Modell zu nehmen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Nänzi hat ihre Figuren bemalt, gekleidet, frisiert und geschminkt. Auch bei gleichen Güssen ist jede Figur ein Unikat. 

In Ausdruck und Haltung sind die Figuren häufig vom Abbild Menschenfiguren geprägt, die der Künstlerin in frühen Jahren begegnet sind: christliche Andachtsfiguren, Bauernschnitzereien, Spielpuppen und Marionetten, aber auch altgriechische Plastiken und die Arbeit von Auguste Rodin.