NÄNZI
NÄNZI

 

Liebe Freunde von NÄNZI, liebe Kunstfreude,

NÄNZI ist vor sieben Jahren gestorben.

Auch wenn ihre Kunst in diesem verflixten Jahr wenig zu sehen war – sie ist nicht vergessen und wir freuen uns, auf sie wieder aufmerksam zu machen.

Die Künstlerin Franziska Rutishauser hat im Verein Berliner Künstler eine sehenswerte Ausstellung zum Thema TOD kuratiert und uns dazu eingeladen, an NÄNZIs Todestag eine Veranstaltung anzubieten. 

Unter dem Titel Wir sind auf der Welt, aber gehören dem Himmel – ein von NÄNZI geborgtes Zitat – werden Dietmar H. Heddram, ihr langjähriger Partner, und ich über ihr Leben und ihre Kunst ein Gespräch führen.

Zu den zwei Arbeiten, die in der Ausstellung gezeigt werden, werden erstmalig Tagebücher vom Anfang der 1990er Jahre zu sehen sein. Sie bersten geradezu vor Lebenskraft und bestätigen einmal mehr, wie sehr NÄNZI alles was ihr begegnete in Kunst umwandelte.

 

Wir sind auf der Welt, aber gehören dem Himmel (hat Jesus gesagt)

GESPRÄCH zum 7. Todestag von NÄNZI

 

Sonntag, 15. November 2020 14 Uhr–18 Uhr

Verein Berliner Künstler

Schöneberger Ufer 57

10785 Berlin

vbk-art.de

Aufgrund der geltenden Hygienemaßnahmen bitten wir um Anmeldung
bis Donnerstag,12. Nov. 15 Uhr für eines der beiden Zeitfenster: info@vbk-art.de 
Es können sich maximal 15 Personen gleichzeitig in der Ausstellung aufhalten
 

Mit den besten Grüßen,
Helen Adkins & Dietmar H. Heddram 
Nachlassverwaltung NÄNZI

 

Es sei allen gedankt, die die Pflege des Nachlasses durch Spenden, Ankäufe, Großzügigkeit sowie tatkräftige Unterstützung ermöglichen. 

Spendenkonto: Harald Reichert / Verwendungszweck: NÄNZI Nachlasspflege / IBAN: DE22 620901000151968012

Dr. Helen Adkins • Tel. 030 2161585

museumsakademie@t-online.de • www.helenadkins.de

Dietmar H. Heddram • Tel. 0152/58151487 • heddram@web.de

 

 

Es ist eine umfangreiche Publikation zu Nänzis Werk geplant.

Das Buch soll eine lebendige Mischung aus einer Collage des Gesamtwerkes und einem klassischen Referenzbuch für das Skulpturenwerk werden.

Nänzi hat Skulpturen von groß bis klein in Ton, Gips, Keramik, Acrystal, Beton und Bronze, Collagen, Künstlerbücher, Fotos, Zeichnungen, Übermalungen und Drucke hinterlassen. Das plastische Werk, vor allem die Gipse, stehen im Zentrum der Produktion.

Ihr Thema ist der Mensch, in erster Linie die Frau, und wie diese in ihrer Physiognomie einen seelischen Zustand darstellt. Viele ihrer weiblichen Figuren scheinen verstörend existentiell bedroht zu sein, andere strotzen vor erotischer Weiblichkeit. Der starke „Ich-Bezug“, die Neigung, sich selbst performativ als Skulptur zu inszenieren oder sich selbst als Modell zu nehmen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Nänzi hat ihre Figuren bemalt, gekleidet, frisiert und geschminkt. Auch bei gleichen Güssen ist jede Figur ein Unikat. 

In Ausdruck und Haltung sind die Figuren häufig vom Abbild Menschenfiguren geprägt, die der Künstlerin in frühen Jahren begegnet sind: christliche Andachtsfiguren, Bauernschnitzereien, Spielpuppen und Marionetten, aber auch altgriechische Plastiken und die Arbeit von Auguste Rodin.