NÄNZI, Nichts wie weg hier, 2000
NÄNZI, Nichts wie weg hier, 2000
Liebe Freunde,
am 17. März würde NÄNZI Geburtstag haben.
 
Aus diesem Anlass ist der Showroom mit der Ausstellung Liebe ist auch nur eine Droge gesondert geöffnet.
 
Drogen machen „high“ und sorglos, vielleicht auch zumindest kurzfristig glücklich – sie machen aber auch süchtig und können unendlich viel Leid anrichten. So wie es unterschiedliche Arten von Drogen gibt, gibt es verschiedene Lieben – Mutterliebe, Vaterliebe, Geschwisterliebe, Liebe zu einem Gott, aber auch Angst vor der Liebe, Partnerliebe, Sexualität, Schwangerschaft, bezahlte Liebe... und das was die enttäuschte Liebe auslösen kann, z. B. Rache. 
 
Lassen Sie sich diese Arbeiten nicht entgehen.
Es begrüßen u.A. das Scheue Reh (2000), die Odaliske (2003-13), der Ritter von der traurigen Gestalt (2005).
Auch Erwin (2010) ist dabei  er liebt Geld.
 
Im Arbeitsraum sind zudem beeindruckende Ich-Wände zu sehen.
 
Tag der offenen Tür
Liebe ist auch nur eine Droge
NÄNZI’s SHOWROOM
Am Samstag, dem 17. März 2018, 14 - 19 Uhr
Fennstr. 9-11 (ehem. Postamt), 12439 Berlin Schöneweide
Hof, 1. Treppe links, 2. Etage, S-Bahnhof Schöneweide (+ 8 Min. zu Fuß)
 

Es sei allen gedankt, die die Pflege des Nachlasses durch Spenden, Ankäufe, Großzügigkeit sowie tatkräftige Unterstützung ermöglichen. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Dr. Helen Adkins • Tel. 030 2161585

museumsakademie@t-online.de • www.helenadkins.de

Dietmar H. Heddram • Tel. 0152/58151487 • heddram@web.de

 

Fennstraße 9 - 11 · 12439 Berlin Schöneweide · 1. Eingang links im Hof / 1. Etage · (S-Bahnhof Schöneweide)

 

Es ist eine umfangreiche Publikation zu Nänzis Werk geplant.

Das Buch soll eine lebendige Mischung aus einer Collage des Gesamtwerkes und einem klassischen Referenzbuch für das Skulpturenwerk werden.

Nänzi hat Skulpturen von groß bis klein in Ton, Gips, Keramik, Acrystal, Beton und Bronze, Collagen, Künstlerbücher, Fotos, Zeichnungen, Übermalungen und Drucke hinterlassen. Das plastische Werk, vor allem die Gipse, stehen im Zentrum der Produktion.

Ihr Thema ist der Mensch, in erster Linie die Frau, und wie diese in ihrer Physiognomie einen seelischen Zustand darstellt. Viele ihrer weiblichen Figuren scheinen verstörend existentiell bedroht zu sein, andere strotzen vor erotischer Weiblichkeit. Der starke „Ich-Bezug“, die Neigung, sich selbst performativ als Skulptur zu inszenieren oder sich selbst als Modell zu nehmen, zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk. Nänzi hat ihre Figuren bemalt, gekleidet, frisiert und geschminkt. Auch bei gleichen Güssen ist jede Figur ein Unikat. 

In Ausdruck und Haltung sind die Figuren häufig vom Abbild Menschenfiguren geprägt, die der Künstlerin in frühen Jahren begegnet sind: christliche Andachtsfiguren, Bauernschnitzereien, Spielpuppen und Marionetten, aber auch altgriechische Plastiken und die Arbeit von Auguste Rodin.